MOHSL Mobility of High Skilled Labor

Das geförderte Forschungsprojekt untersucht persönliche (z.B. Einstellungen) und institutionelle Faktoren (z.B. universitäre Angebote, Austauschprogramme), die die Mobilität von Studierenden beeinflussen, d.h. ihren Wohn- und Studienort zu wechseln bis hin zu einem Auslandsaufenthalt. Darüber hinaus soll erforscht werden, ob die studentische Mobilität Auswirkungen auf den späteren individuellen Arbeitsmarkterfolg hat.

Trotz einer Vielzahl an Studien zu Studierendenmobilität erweist sich die Befundlage sowohl zu einem Zusammenspiel von persönlichen und institutionellen Einflussfaktoren auf die Mobilität als auch zu den Auswirkungen der studienbegleitenden Mobilität auf den späteren beruflichen Erfolg als sehr heterogen. So sind uns bislang  keine Ergebnisse bekannt,  inwiefern unterschiedlich strukturierte, organisierte Mobilitätsangebote der Hochschulen das Mobilitätsverhalten der Studierenden beeinflussen. In Bezug auf den Arbeitsmarkterfolg gibt es zwar Hinweise darauf, dass der Auslandsaufenthalt generell zur Steigerung wichtiger Job-Kompetenzen führt; wenige Erkenntnisse liegen aber dazu vor inwiefern diese studentische Mobilität zu einem schnellen Berufseintritt oder späterem beruflichen Erfolg  sowie dem Verhalten am Arbeitsmarkt (mobilitätsaffin oder nicht) beitragen.

Ziel des durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Projektes MOHSL –Mobility of High Skilled Labor – ist es, sowohl die persönlichen Mobilitätspräferenzen der Studierenden (Individualebene) als auch die Mobilitätsoptionen der Hochschulen (Systemebene) zu erfassen und zu analysieren und in ihrem Zusammenspiel und ihrer Wirkungsweise zu verstehen. Das Wissen um Hindernisse und unterstützende Faktoren Treiber dieser Mobilität kann Individuen und Universitäten helfen, Probleme in diesem Bereich zu überwinden und Studierende verstärkt zur internationalen Mobilität zu motivieren mobil zu machen. Dies ist für Individuen und Volkswirtschaften wichtig, da internationale Kompetenz im  Zuge einer immer starker werdenden Globalisierung weiterhin an Bedeutung gewinnen und verstärkt zu einem Schlüssel für den persönlichen Erfolg am Arbeitsmarkt aber auch für Unternehmen und Gesellschaften wird.

Forschungsansatz
Um die notwendigen Informationen für das Forschungsprojekt zu generieren, arbeiten wir mit einem  mixed method Ansatz. In einem ersten Schritt werden Experteninterviews mit Spezialisten an Universitäten und in Unternehmen durchgeführt, die sich mit Austauschprogrammen für Studierende auseinandersetzen. In einem zweiten Schritt werden die Studierenden an verschiedenen deutschen und internationalen Universitäten über ihr nationales und internationales Mobilitätsverhalten sowie die Herausforderungen, individuell wahrgenommenen Vor- und Nachteile sowie den subjektiven Nutzen befragt. Basierend auf diesen Ergebnissen wird in einem dritten Schritt ein Online-Fragebogen für Studierende und Absolventen entwickelt, um die Push- und Pull-Faktoren einer internationalen Mobilität während des Studiums sowie die Auswirkungen bei der späteren Platzierung auf dem Arbeitsmarkt zusätzlich zu prüfen. Neben der Primärdatenerhebung wird dabei auf Sekundärdaten des Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) und des Hochschulinformationssystems (HIS) sowie auf verfügbare Kennzahlen der Universitäten zurückgegriffen.

Projektteam
Prof. Dr. Petra Moog
Dr. Knut Petzold
Dipl.-Kffr. Tamara Peter
M. Sc. Sven Wolff

Projektsponsoren
Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Förderlinie „Wissenschaftsökonomie“, Förderschwerpunkt „Hochschulforschung“, Förderkennzeichen 01PW11013
Stiftungslehrstuhl für allgemeine Betriebswirtschaftslehre, insbesondere Unternehmensnachfolge, Universität Siegen

Laufzeit
Mai 2011 – April 2014